KLAMMS KRIEG von Kai Hensel

Inszenierung&Spiel: Martin Huber




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PRESSESTIMME

Südkurier am 11.März 2005


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Nichts es eben einfach gradlinig in diesem Stück, und das zeichnet es neben seinem wirkungsvollen dramatischen Aufbau vor allem aus: Es arbeitet "seinem Schauspieler" damit zu, auch wenn der sich seinen Klamm dennoch nicht leicht machen kann. Martin Huber [...] gewann mit jeder Minute, mit der sich für Klamm der Abstieg fortschrieb. Je mehr sich Klamm vom normalen Lehrer zum monströsen Einzelgänger änderte, umso mehr sog die Figur auch den Schauspieler in sich auf. Kein Martin Huber kotzte sich da sie Seele aus dem Leib, es war Klamm, ein leibhaftiger Klamm, der in dem Moment wahrhaftig wird, wo aller hassdurchdrungener Selbstschutz schließlich obsolet ist. Eine Katharsis zum Menschlichen im Untergang, der vorauszusehen ist.
Und die Schülerinnen und Schüler? Das Stück und seine Darstellung packte alle. Zum Teil, weil es Augenblicke gibt, über diese Apokalypse zu lachen, weil Kai Hensel es sich leistet, bodenlos zu überzeichnen und einem Menschen tausend Marotten überstülpt. Dann aber ist dieser Augenblick der Offenheit, der Verletzlichkeit. Das Eingeständnis Klamms, diesen Schüler besonders geschätzt und ihn vielleicht deshalb fallen gelassen zu haben.
Martin Huber hat als Klamm das Klassenzimmer in der Geschwister-Scholl-Schule für jede Szene verlassen und wieder betreten. Nach der letzten wird er mit Applaus überschüttet. Und fast alle der angehenden Abiturienten beteiligen sich am nachfolgenden Gespräch, das sich auch künftig an alle Aufführungen anschließen soll.
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(Brigitte Elsner-Heller im Südkurier vom 11.3.2005



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