
ZUM STÜCK
Das im Jahr 2000 in Dresden uraufgeführte Stück ist
eines der am meisten gespielten Stücke der Gegenwart. Das
Stück
für die Schulen, das direkt im Klassenzimmer gespielt wird,
braucht keine großen technischen Einrichtungen und lebt ganz
von der Unmittelbarkeit des direkten Spiels in authentischer
Atmosphäre. In ihrer gewohnten Umgebung und einer
äußerst spannenden Dramaturgie werden
Schüler
hineingezogen in eine Geschichte um das Thema Gewalt an Schulen -
Theater in einer ganz besonderen Form, ganz nah an der eigenen
Realität der Schüler.
ZUM INHALT
Deutschlehrer Klamm gerät unter Druck. Die Schüler
seines Leistungskurses lasten ihm den Selbstmord eines
Mitschülers
an. Nur ein Punkt fehlte dem Prüfling zum Bestehen des
Abiturs,
Klamm hatte ihn verwehrt. Klamm redet gegen eine Mauer des Schweigens,
er argumentiert und verteidigt,
er versucht es mit Hohn, mit Bestechung mit Drohungen. Immer mehr
verrennt er sich, zerrieben von Ehrgeiz und einem Machtwahn, der sich
in blindem Hass und einsamer Verzweiflung Bahn bricht.
Dieser Monolog von Kai Hensel ist ein spannendes Psychogramm, das den
Ursachen von Gewalt in einem System von Abhängigkeit und
Unterdrückung auf den Grund geht.